Notarkosten Rechner

Notarkosten berechnen : Exakter Rechner nach GNotKG

Beim Immobilienkauf ist der Notar gesetzlich vorgeschrieben. Die Notargebühren sind bundesweit einheitlich nach dem GNotKG geregelt – kein Notar darf mehr oder weniger verlangen. Unser Rechner berechnet deine Notarkosten exakt nach der offiziellen GNotKG-Gebührentabelle, inklusive Grundbuchkosten und optionaler Grundschuldbestellung bei Bankfinanzierung.

Ricardo Tunnissen Von Ricardo Tunnissen, Geschäftsführer Baufi Deutschland | §34i GewO
Zuletzt aktualisiert:
📄 Notarkosten Rechner nach GNotKG
Exakt nach GNotKG Inkl. Grundbuchkosten Live-Berechnung
🏷️ Kaufpreis der Immobilie350.000 €
50.000 €2.000.000 €
🗺️ Bundesland (für Grunderwerbsteuer)
🏦 Mit Bankfinanzierung? (Grundschuld)
Darlehensbetrag280.000 €
50.000 €2.000.000 €
🤝 Kauf über Makler?
Notarkosten + Grundbuch gesamt
0 €
0 % des Kaufpreises
📄 Notargebühren (zzgl. 19 % MwSt.)
Beurkundung Kaufvertrag (2,0-fach)
Vollzug & Betreuung (1,0-fach)
MwSt. 19 %
Pauschale Auslagenca. 40 €
Notargebühren gesamt
📒 Grundbuchgebühren (ohne MwSt.)
Auflassungsvormerkung (0,5-fach)
Eigentumsumschreibung (1,0-fach)
Grundbuchgebühren gesamt
🏦 Grundschuldbestellung (bei Finanzierung)
Notar Grundschuld (1,0-fach + MwSt.)
Grundbuch Grundschuld (1,0-fach)
Finanzierungskosten gesamt
📊 Alle Kaufnebenkosten: Notarkosten + Grunderwerbsteuer + Makler =
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Rechner-Anleitung

So nutzt du den Notarkosten-Rechner – alle Eingaben erklärt

Der Rechner berechnet deine Notarkosten exakt nach der GNotKG-Gebührentabelle B – genauso wie dein Notar abrechnen wird. Hier die Erklärung zu jedem Eingabefeld:

🏷️

Kaufpreis

Der im Kaufvertrag vereinbarte Kaufpreis der Immobilie – das ist der „Geschäftswert", auf dessen Basis der Notar nach GNotKG seine Gebühren berechnet. Nicht verwechseln mit dem Gesamtaufwand inklusive Renovierung.

💡 Zu finden im: Kaufangebot / Kaufvertragsentwurf des Notars
🗺️

Bundesland

Notargebühren sind bundesweit identisch (GNotKG gilt überall gleich). Das Bundesland beeinflusst nur die Grunderwerbsteuer (3,5–6,5 %) in der Kaufnebenkostenübersicht am Ende.

💡 Günstigste Grunderwerbsteuer: Bayern 3,5 % — teuerste: NRW, Brandenburg, Saarland je 6,5 %
🏦

Bankfinanzierung + Darlehensbetrag

Wenn du einen Kredit aufnimmst, muss der Notar eine Grundschuld im Grundbuch eintragen. Das kostet zusätzliche Gebühren – berechnet auf den Darlehensbetrag nach derselben GNotKG-Tabelle. Ohne Kredit entfällt dieser Posten.

💡 Darlehensbetrag = Kaufpreis – Eigenkapital. Typisch: 60–90 % des Kaufpreises
🤝

Makler

Ob du die Immobilie über einen Makler kaufst, hat keinen Einfluss auf die Notarkosten. Der Toggle beeinflusst nur die Gesamtübersicht aller Kaufnebenkosten (inkl. Maklerprovision ~3,57 % für Käufer) in der Hinweisbox.

💡 Maklerprovision wird geteilt: Käufer max. 3,57 % inkl. MwSt (seit 2020 gesetzlich)

Hinweis: Der Rechner liefert eine sehr genaue Schätzung nach GNotKG. Die tatsächliche Abrechnung kann leicht abweichen, da Notare je nach Vertragskomplexität unterschiedliche Gebührentaten ansetzen können (z.B. Vollmachten, Vorkaufsrechtsverzichte, Rangvereinbarungen).

Grundwissen

Was sind Notarkosten beim Immobilienkauf?

⚖️
GNotKG: Bundesweit einheitlich

Gesetzlich geregelte Gebühren

Notargebühren sind in Deutschland durch das Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) bundesweit exakt festgelegt. Kein Notar darf höhere oder niedrigere Gebühren verlangen – Verhandeln ist nicht möglich. Die Höhe hängt allein vom Kaufpreis (Geschäftswert) ab.

📄
Pflicht bei jedem Immobilienkauf

Warum brauche ich einen Notar?

§ 311b BGB schreibt vor: Jeder Immobilienkauf muss notariell beurkundet werden. Ohne Notar ist der Kaufvertrag rechtlich unwirksam. Der Notar beurkundet den Vertrag, veranlasst die Auflassungsvormerkung und kümmert sich um die Eigentumsumschreibung im Grundbuch.

💶
Typisch: 1,5–2 % des Kaufpreises

Wie hoch sind Notarkosten?

Die Gesamtkosten für Notar und Grundbuch liegen typischerweise bei 1,5–2 % des Kaufpreises. Bei einer Bankfinanzierung kommen ca. 0,5–0,8 % für die Grundschuldbestellung hinzu. Bei höheren Kaufpreisen sinken die Kosten prozentual (degressive Tabelle).

🏦
Aus Eigenkapital zu zahlen

Wer zahlt die Notarkosten?

Nach § 448 BGB trägt der Käufer die Notarkosten für Kaufvertrag und Eigentumsumschreibung. Die Notarkosten für die Grundschuldbestellung trägt der Kreditnehmer. Notarkosten müssen in der Regel aus Eigenkapital bezahlt werden – Banken finanzieren sie nicht.

GNotKG Gebührentabelle

Notarkosten Tabelle : Was kostet der Notar bei welchem Kaufpreis?

Diese Tabelle zeigt die exakten Notarkosten nach GNotKG für typische Kaufpreise – inklusive Grundbuchkosten, ohne Grundschuldbestellung. Alle Werte aus der offiziellen GNotKG-Anlage 2:

Kaufpreis1,0-Vollgebühr (GNotKG)Notargebühren (netto)MwSt. 19 %GrundbuchgebührenGesamt (ohne Grundschuld)% vom Kaufpreis
100.000 €266 €798 €152 €399 €1.389 €1,39 %
150.000 €354 €1.062 €202 €531 €1.835 €1,22 %
200.000 €435 €1.305 €248 €653 €2.246 €1,12 %
250.000 €535 €1.605 €305 €803 €2.763 €1,11 %
300.000 €604 €1.812 €344 €906 €3.112 €1,04 %
400.000 €762 €2.286 €434 €1.143 €3.913 €0,98 %
500.000 €935 €2.805 €533 €1.403 €4.791 €0,96 %
600.000 €1.070 €3.210 €610 €1.605 €5.475 €0,91 %
800.000 €1.340 €4.020 €764 €2.010 €6.844 €0,86 %
1.000.000 €1.610 €4.830 €918 €2.415 €8.213 €0,82 %

Notargebühren (netto) = 3,0-fache Vollgebühr (Beurkundung 2,0x + Vollzug/Betreuung 1,0x). Grundbuchgebühren = 1,5-fache Vollgebühr (Auflassungsvormerkung 0,5x + Eigentumsumschreibung 1,0x). Keine Grundschuldbestellung enthalten. MwSt. nur auf Notargebühren. Stand: GNotKG Anlage 2, .

Konkrete Beispiele

Notarkosten : 4 typische Kaufsituationen

🏢 Eigentumswohnung 220.000 € Ohne Makler | Bayern

Kaufpreis 220.000 € | Darlehen 180.000 € | GrESt Bayern 3,5 %

Notargebühren (3,0×473 € + MwSt.)1.688 €
Grundbuchgebühren (1,5×473 €)710 €
Grundschuldbestellung (2×392 € + MwSt.)935 €
Grunderwerbsteuer Bayern (3,5 %)7.700 €
Gesamte Kaufnebenkosten11.033 € (5,0 %)
🏠 Einfamilienhaus 380.000 € Mit Makler | NRW

Kaufpreis 380.000 € | Darlehen 300.000 € | GrESt NRW 6,5 %

Notargebühren (3,0×720 € + MwSt.)2.570 €
Grundbuchgebühren (1,5×720 €)1.080 €
Grundschuldbestellung (2×604 € + MwSt.)1.438 €
Grunderwerbsteuer NRW (6,5 %)24.700 €
Maklerprovision Käufer (3,57 %)13.566 €
Gesamte Kaufnebenkosten43.354 € (11,4 %)
🏗️ Neubau 550.000 € Mit Makler | BW

Kaufpreis 550.000 € | Darlehen 440.000 € | GrESt BW 5,0 %

Notargebühren (3,0×1.003 € + MwSt.)3.581 €
Grundbuchgebühren (1,5×1.003 €)1.505 €
Grundschuldbestellung (2×849 € + MwSt.)2.021 €
Grunderwerbsteuer BW (5,0 %)27.500 €
Maklerprovision Käufer (3,57 %)19.635 €
Gesamte Kaufnebenkosten54.242 € (9,9 %)
🏢 Mehrfamilienhaus 900.000 € Ohne Makler | Hessen

Kaufpreis 900.000 € | Darlehen 700.000 € | GrESt Hessen 6,0 %

Notargebühren (3,0×1.475 € + MwSt.)5.268 €
Grundbuchgebühren (1,5×1.475 €)2.213 €
Grundschuldbestellung (2×1.205 € + MwSt.)2.868 €
Grunderwerbsteuer Hessen (6,0 %)54.000 €
Gesamte Kaufnebenkosten64.349 € (7,1 %)
Ablauf

Notartermin beim Hauskauf – so läuft es ab

Vorab (2–4 Wochen)

Notar auswählen & Kaufvertragsentwurf anfordern

In der Regel wählt der Käufer den Notar. Der Notar erstellt auf Basis der vereinbarten Konditionen einen Kaufvertragsentwurf, der dir mindestens 2 Wochen vor dem Termin zugesandt wird. Lies ihn sorgfältig durch – du kannst Änderungen beantragen.

Notartermin

Beurkundung des Kaufvertrags

Der Notar liest den Vertrag vollständig vor, erklärt alle relevanten Klauseln und beantwortet Fragen. Beide Parteien unterschreiben, der Notar beurkundet. Ohne Unterschrift beider Seiten kein rechtsgültiger Kaufvertrag. Ein Rücktrittsrecht gibt es danach nicht mehr.

Nach der Beurkundung

Auflassungsvormerkung schützt deine Rechte

Der Notar veranlasst sofort eine Auflassungsvormerkung im Grundbuch. Das sichert deinen Eigentumsanspruch – der Verkäufer kann die Immobilie nicht mehr anderweitig verkaufen oder belasten. Du bist geschützt, bevor du den vollen Kaufpreis bezahlt hast.

4–8 Wochen später

Fälligkeitsmitteilung & Kaufpreiszahlung

Der Notar schickt dir eine Fälligkeitsmitteilung, sobald alle Voraussetzungen erfüllt sind (Löschung alter Lasten, Genehmigungen etc.). Erst dann überweist du den Kaufpreis an den Verkäufer – ein weiterer Schutz vor Betrug.

6–12 Wochen später

Eigentumsumschreibung im Grundbuch

Nach vollständiger Kaufpreiszahlung und Zahlung der Grunderwerbsteuer veranlasst der Notar die Eigentumsumschreibung. Ab diesem Moment bist du offiziell Eigentümer. Die Grundbucheintragung kann 3–6 Monate dauern.

Kosten senken

Notarkosten beim Hauskauf sparen: Was wirklich funktioniert

⚖️ Tipp 1: Notargebühren sind nicht verhandelbar

Ein verbreiteter Irrtum: Notargebühren sind nach GNotKG gesetzlich festgelegt und nicht verhandelbar. Wer weniger anbietet oder einen „günstigeren Notar" sucht, wird keinen finden – alle rechnen identisch ab. Energie besser in die Wahl des richtigen Notars stecken.

💡 Tipp 2: Kaufpreis und Inventar trennen

Werden Einbauküche, Möbel oder andere Gegenstände separat im Kaufvertrag ausgewiesen (nicht Teil des Kaufpreises), senkt das den beurkundungspflichtigen Kaufpreis. Bei 350.000 € Kaufpreis und 15.000 € Inventar kannst du so ca. 50–70 € Notargebühren sparen.

🏦 Tipp 3: Grundschuld richtig dimensionieren

Viele Banken bestehen auf einer Grundschuld in Höhe von 110–120 % des Darlehens. Das treibt die Notarkosten unnötig hoch. Bestehe auf einer Grundschuld in exakter Darlehenshöhe – der Notar berechnet prozentual auf den Grundschuldbetrag.

📝 Tipp 4: Vollmachten sparsam einsetzen

Jede notarielle Vollmacht, Zustimmungserklärung oder Einwilligung kostet extra. Wenn du nicht persönlich erscheinen kannst, kosten Vollmachten ca. 0,5-fache Vollgebühr. Wann immer möglich: persönlich beim Notartermin erscheinen.

🏡 Tipp 5: Direktkauf spart Makler, nicht Notar

Ein Kauf ohne Makler spart bis zu 3,57 % des Kaufpreises – das ist weit mehr als die Notarkosten selbst. Immo Deutschland hilft dir, den richtigen Verkäufer direkt zu finden und Maklerprovisionen zu vermeiden.

📋 Tipp 6: Notarkosten steuerlich absetzen

Bei vermieteten Immobilien können Notarkosten als Werbungskosten oder Anschaffungsnebenkosten steuerlich geltend gemacht werden – und mindern damit deine Steuerlast. Bei selbstgenutzten Immobilien leider nicht absetzbar. Mehr dazu im Mieteinnahmen-Rechner.

Steuerliche Behandlung

Sind Notarkosten steuerlich absetzbar?

Ja – bei Vermietung als Werbungskosten

Bei vermieteten Immobilien sind die Notarkosten steuerlich absetzbar – und zwar als Anschaffungsnebenkosten. Sie erhöhen den abschreibungsfähigen Gebäudewert. Das senkt die Steuerlast über die gesamte Haltedauer.

  • ✅ Notargebühren für Kaufvertrag: absetzbar
  • ✅ Grundbuchkosten (Auflassungsvormerkung, Eigentumsumschreibung): absetzbar
  • ✅ Grundschuldbestellung: absetzbar
  • ✅ Grunderwerbsteuer: absetzbar (als Anschaffungsnebenkosten)

Nein – bei Eigennutzung

Wer die Immobilie selbst bewohnt, kann Notarkosten und Kaufnebenkosten nicht steuerlich absetzen. Sie zählen zu den privaten Anschaffungskosten. Ausnahme: Ein Teil wird vermietet (anteilig absetzbar).

  • ❌ Eigengenutzte Wohnung: nicht absetzbar
  • ❌ Eigengenutzte Häuser: nicht absetzbar
  • ⚠️ Teilvermietet: anteilig absetzbar
  • ✅ Nach Umwidmung zur Vermietung: möglich

Für die Kapitalanlage-Strategie: Immobilien als Kapitalanlage

Notartermin-Vorbereitung

Checkliste: Was du vor und beim Notartermin brauchst

Notarkosten berechnet
Exakte Berechnung mit obigem Rechner
Eigenkapital für Nebenkosten bereit
Notar + GrESt + Makler aus EK zahlen
Kaufvertragsentwurf gelesen
Mind. 2 Wochen vor Termin vom Notar
Personalausweis / Pass dabei
Alle Vertragsparteien brauchen Ausweis
Finanzierungsbestätigung vorliegt
Bankangebot für den Notar bereit
Fragen an den Notar vorbereitet
Notar muss alle Fragen beantworten
Übergabetermin vereinbart
Datum für Schlüsselübergabe geklärt
Steuerberater informiert (Vermietung)
Absetzbarkeit der Nebenkosten prüfen
0 von 8 erledigt0 %
Häufige Fragen

FAQ – Notarkosten beim Hauskauf

Wie viel Notarkosten fallen beim Hauskauf an?
Die Notarkosten beim Hauskauf (inkl. Grundbuch, ohne Grundschuldbestellung) liegen typischerweise bei 1,0–1,5 % des Kaufpreises. Bei einem Haus für 350.000 € sind das ca. 3.500–5.250 €. Dazu kommen ca. 0,3–0,5 % für die Grundschuldbestellung bei Bankfinanzierung. Die exakten Werte berechnet unser Rechner nach der offiziellen GNotKG-Gebührentabelle.
Wer zahlt die Notarkosten – Käufer oder Verkäufer?
Nach § 448 BGB trägt der Käufer die Notarkosten für den Kaufvertrag und die Eigentumsumschreibung. Die Kosten für die Grundschuldbestellung trägt der Kreditnehmer (Käufer). Nur wenn der Verkäufer noch Löschungsbewilligungen alter Lasten benötigt, entstehen ihm Kosten. Diese Regelung kann im Kaufvertrag abweichend vereinbart werden, was aber selten vorkommt.
Kann ich Notargebühren verhandeln oder günstiger bekommen?
Nein. Die Notargebühren in Deutschland sind durch das GNotKG bundesweit einheitlich festgelegt. Kein Notar darf günstigere Konditionen anbieten – das wäre ein Verstoß gegen die Berufsordnung. Einen günstigeren Notar zu suchen, bringt daher nichts. Kleine Einsparungen sind möglich durch: Inventar separat ausweisen, Vollmachten vermeiden und die Grundschuld in exakter Darlehenshöhe bestellen.
Was ist der Unterschied zwischen Notargebühren und Grundbuchkosten?
Beide werden nach derselben GNotKG-Tabelle berechnet, aber sie sind unterschiedlich: Notargebühren sind Vergütungen für den Notar (Beurkundung, Vollzug, Betreuung) – auf diese fällt 19 % MwSt. an. Grundbuchgebühren sind staatliche Gebühren für die Grundbucheintragungen (Auflassungsvormerkung, Eigentumsumschreibung) – diese sind mehrwertsteuerfrei. In der Summe machen Grundbuchgebühren ca. ein Drittel der Gesamtkosten aus.
Was ist eine Auflassungsvormerkung und warum ist sie wichtig?
Die Auflassungsvormerkung ist ein vorläufiger Schutz im Grundbuch: Sie sichert deinen Eigentumsanspruch, bevor du den Kaufpreis vollständig bezahlt hast. Sobald sie eingetragen ist, kann der Verkäufer die Immobilie nicht mehr an eine dritte Person verkaufen oder neu belasten. Die Auflassungsvormerkung wird kurz nach Unterzeichnung des Kaufvertrags eingetragen und kostet ca. 0,5-fache Vollgebühr.
Wann muss ich die Notarkosten bezahlen?
Der Notar stellt seine Rechnung nach Vollzug des Auftrags, also nach der Eigentumsumschreibung – das kann 2–4 Monate nach dem Beurkundungstermin sein. Die Zahlungsfrist beträgt üblicherweise 30 Tage. Die Grunderwerbsteuer hingegen muss deutlich früher gezahlt werden: Das Finanzamt meldet sich in der Regel 4–6 Wochen nach dem Notartermin mit einem Steuerbescheid.
Sind Notarkosten beim Hauskauf steuerlich absetzbar?
Das kommt auf die Nutzung an: Bei vermieteten Immobilien sind Notarkosten als Anschaffungsnebenkosten steuerlich absetzbar und erhöhen den abschreibungsfähigen Wert. Bei selbstgenutzten Immobilien hingegen sind Notarkosten steuerlich nicht absetzbar. Der Mieteinnahmen-Rechner hilft dir, die steuerliche Wirkung zu berechnen.
Dein nächster Schritt

Notarkosten bekannt – jetzt Finanzierung optimieren

Du weißt jetzt, was dein Notartermin kostet. Baufi Deutschland findet die passende Baufinanzierung für dein Projekt – kostenloser Vergleich von über 500 Banken, deutschlandweit per Videoberatung.

Ricardo Tunnissen
Autor

Ricardo Tunnissen

Ricardo Tunnissen ist Geschäftsführer von Baufi Deutschland. Als erfahrener Baufinanzierungsspezialist begleitet er Immobilienkäufer durch alle Schritte des Kaufprozesses – von der Budgetplanung über den Notartermin bis zur finalen Finanzierungszusage. Er kennt die typischen Kostenfallen und hilft dabei, die Kaufnebenkosten realistisch einzuplanen.

Bankkaufmann (IHK) Bankfachwirt (BankColleg) Bankbetriebswirt (BankColleg) Diplom. Bankbetriebswirt (BankColleg) Zertifizierter VR-Gewerbekundenberater (RWGA)